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Endler-Betta


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3 Antworten in diesem Thema

#1 Bruce splendens

Bruce splendens

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Geschrieben 31 Dezember 2006 - 11:28

Hallo,

ich habe mal eine rein theoretische Frage. Die passt eigentlich nicht nur hierher...

Endler hat damals in seinen Versuchen nachgewiesen, das unter naturnahen Bedingungen die Nachkommen von Hochzucht-Guppies überleben, die den Wildformen am ähnlichsten sehen. Heraus kam der Endler-Guppy, der den Wildformen sehr ähnlich sieht.

Haltet ihr das, rein theoretisch natürlich, auch für Betta splendens Hochzuchtformen für möglich, sprich ist es möglich Hochzuchttiere (die ja das gesamte Erbmaterial besitzen) so zu kreuzen, das hinterher ein Betta splendens herauskommt der aussieht wie ein Wildform-splendens?

Gruß Tobias
Gruß aus dem Schwarzwald
Tobias (Bruce Splendens)

Just B. splendens !!!

#2 Andreas Hilse

Andreas Hilse

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Geschrieben 31 Dezember 2006 - 01:55

Hallo Tobias

theoritisch ist es natürlich machbar die langen Flossen durch Zuchtauswahl wieder in kurze Flossenformen zurückzuzüchten und auch eine entsprechende Farbauswahl sollte möglich sein. Aber warum sollte das ein Ziel sein. Wenn mir die Wildform von B.splendens gefällt halte ich diese und ziehe sie nach, wenn nicht dann halte ich Zuchtformen. Warum willst Du Zuchtformen mit "Genfehlern" wieder zurück verwandeln wollen ?
Anders wäre die Zielsetzung wenn es keine Wildformen mehr gäbe. Nur auch in diesem Fall kann man Zuchtformen nicht zurückverwandeln, der Genpool wäre ein für allemal verloren.
Es gibt leider schon genug Arten von denen es keine reinerbigen Tiere mehr gibt , nicht nur bei den Fischen. So schön wie ich teilweise Zuchtformen finde ist es erstmal wichtig Wildformen zu erhalten, dann kann man auch später daraus noch weitere Formen "kreieren" .

Gruß
Andreas

#3 Detti

Detti

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Geschrieben 31 Dezember 2006 - 05:48

hi tobias ,

Endler hat damals in seinen Versuchen nachgewiesen, das unter naturnahen Bedingungen die Nachkommen von Hochzucht-Guppies überleben, die den Wildformen am ähnlichsten sehen.
mit dieser frage striffst du den berühmten nagel auf den kopf .

gegenfrage : warum behaupte ich und nicht nur ich , dass es heute in thailand fast keinen , im raum bangkok mit sicherheit , keine reine wildform mehr gibt . wie es z.b. die fundortvarianten n.w.-bangkok usw. sein sollen . was denkst du wieviel nicht gelungene hochzuchten und ich meine nicht 10 o. 20 stück , werden täglich wieder ins wasser gekippt . mich wundert es nur , dass es noch keinen fundort bkk-klong 17 oder bkk-klong 24 gibt !

aber auf deine frage zurück zu kommen . du hast in thailand das beste beispiel . wie gesagt es werden dort viele fische ausgesetzt , die entweder nicht überleben oder wenn ja , sich mit den wildformen kreuzen und deren nachkommen sich dann teilweise schwer oder nicht mehr von den tatsächlichen wildformen unterscheiden lassen . wie lange es dauert , an generationen , weiss ich nicht . ich denke aber ein traditioneller plakat wird nicht mehr als 2 o. 3 generationen brauchen .

ich würd , zumindest aus besiedelten gebieten , erstmal jede gefangene wildform als echte wildform anzweifeln . deshalb muss ich innerlich immer schmunzeln , wenn es um diese oben genannten fundorte wie bkk-nw. usw. geht .

ich denke mal damit ist deine frage beantwortet !
Viele Grüße , Detlef


#4 Bruce splendens

Bruce splendens

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Geschrieben 01 Januar 2007 - 07:47

Hallo Andreas,

theoritisch ist es natürlich machbar die langen Flossen durch Zuchtauswahl wieder in kurze Flossenformen zurückzuzüchten und auch eine entsprechende Farbauswahl sollte möglich sein. Aber warum sollte das ein Ziel sein.


Die Frage kannst Du an Endler weitergeben:-) Aus wissenschaftlichem Interesse. Nungut der Beweis ist erbracht, das es funktioniert zumindest bei Guppys (siehe Endler) und eigentlich ja auch für Bettas (Aussagen Dettis)

Die Fragestellung war auch eher theoretischer Art.

Wenn mir die Wildform von B.splendens gefällt halte ich diese und ziehe sie nach, wenn nicht dann halte ich Zuchtformen.

Jedem das seine.
Die Idee wurde angeregt erstens durch Endler und zweitens durch den Mangel an Wildformen in regionalen Baumärkten:-). Sie ist aber eine Idee und wird auch eine solche bleiben.

Warum willst Du Zuchtformen mit "Genfehlern" wieder zurück verwandeln wollen ?

Wer selektioniert besser? Der Mensch oder die Natur? Wären langschwänzige und quietschbunte Bettas in freier Wildbahn überlebensfähig und hätten bessere Karten als die Wildformen, so wären sie Wildformen und nicht vom Menschen "designte" Tiere. Durch natürliche Selektion werden solche Tiere aber aussortiert. Die vermeintlichen Fehler erweisen sich in der Natur als überlebensnotwendig. Was Detti sagt stützt diese Aussage ja. In Khlongs "entkommene" Plakats werden nach wenigen Generationen den Wildformen so ähnlich, dass sie für solche gehalten werden.

So schön wie ich teilweise Zuchtformen finde ist es erstmal wichtig Wildformen zu erhalten, dann kann man auch später daraus noch weitere Formen "kreieren" .

Mir geht es auch nicht um die Kreation neuer Formen, sondern um die Frage: Wieso sehen Wildformen so aus wie sie aussehen. Hier sind hauptsächlich zwei Mechanismen am "Werk": 1. Sexuelle Selektion 2. Selektion durch Räuber. Weibchen entscheiden bei der Partnerwahl nach gewissen Kriterien. Große Flossen deuten daraufhin, dass das Männchen gesund und kräftig ist. Das bedeutet, dass auch seine Nachkommen kräftig und gesund sein werden (vorausgesetzt das Weibchen hat ebenfalls diese Eigenschaften).
Die Größe der Flossen ist natürlich nicht unendlich steigerbar => Schwimmfähigkeit. Auch sind Tiere mit längern Flossen langsamer, und werden deswegen öfters von Räubern erwischt, sie sind also in freier Wildbahn seltener in der Lage sich fortzupflanzen.
Diese Frage wurde ja durch Detti bereits beantwortet. Es gibt den "Versuch" also schon, was passiert wenn man Zucht-bettas in die freie Wildbahn entlässt.

Gruß Tobias

Gruß aus dem Schwarzwald
Tobias (Bruce Splendens)

Just B. splendens !!!




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