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Reflexion


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41 Antworten in diesem Thema

#41 KJF

KJF

    www.frankenbetta.de

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Geschrieben 19 April 2004 - 08:36

Moin Monty 25.gif

QUOTE (monty-k @ 19.04.04 | 08:43)
.....Aber allein an dem hier erwähnten Thread (Schwangerschaft) ist zu sehen, daß sich
schon was verändert hat! Ich behaupte mal, vor so 1-2 Wochen wären hier auch bestimmt
ein paar böse Kommentare gekommmen!


Dafür fehlt mir jetzt ein Stück von der Zunge....vom Draufbeissen.
Think possitive 26.gif 27.gif 26.gif
Grüße von einem Ex-Franken
Klaus
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#42 maschu

maschu

    the bettalover

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Geschrieben 19 April 2004 - 10:29

Hallo,
auch ich muss mich jetzt noch mal zu Wort melden. Auch ich war, wie jeder von uns einmal Anfänger und bin als solcher auf dieses Forum gestoßen. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch ich damals einige überflüssige Fragen als Anfänger gestellt habe. Allerdings hat man dann doch schnell Kotakt zum sogenannten „harten Kern“ bekommen und vieles über Mailkontakt oder PM erfragen können. Zu meiner Zeit war der Zulauf an neuen Betta-Interessierten allerdings auch noch nicht so groß, der Boom fing erst an. Was ich damit sagen will, ist, dass ich der Meinung bin, dass das vielfach heute noch genauso abläuft. Wenn man hier im Forum über die Suche geht, oder auch in der Züchterliste schaut, wer denn geografisch in der Nähe ist und schon länger züchtet, findet man mit Sicherheit die Möglichkeit Kontakt zu einem erfahrenen Züchter aufzubauen, der einen Newbie gern berät. So läuft es schon seit längerer Zeit bei mir und ich stehe da sicherlich nicht allein. Außerdem bin ich der Meinung, dass es heute nicht mehr unbedingt nötig ist, als erfahrener Züchter oder auch „Oldie“ auf alle Fragen, die in einem solch großen Forum von mehr oder weniger neuen Interessierten gestellt werden, zu antworten, da viele Fragen auch von den weniger erfahrenen Züchtern, die jetzt vielleicht seit einen halben Jahr dabei sind, schon richtig beantwortet werden, da die sich ja meist auch noch sehr intensiv mit den entsprechenden Themen und Problematiken auseinander setzen. Ich habe mir jedenfalls angewöhnt, sehr wohl immer mitzulesen, aber nur noch zu antworten, wenn ich sehe, dass entscheidende Hinweise noch nicht gegeben wurden. Ich glaube einfach, es ist der Lauf der Zeit, dass andere nachrücken, die sich dann wieder mit dem Fragen der Neulinge auseinandersetzen, was ist daran falsch? Auch bedingt dadurch, dass ich durch meine Arbeit für den EHBBC nicht mehr ganz soviel Zeit habe wie früher, andere sicherlich dadurch, dass sie andere Veränderungen z.B. beruflicher Natur oder, oder, oder...haben.
Ich sehe aber auch eine echte Chance beim EHBBC, den es wahrscheinlich ohne dieses Forum nicht geben würde, da hier der erste Kontakt unter den Gründern aufgebaut wurde. Wir haben diesen Verein vor einem halben Jahr gegründet und heute hat er ca. 50 Mitglieder. Meiner Meinung nach zeigt das, dass genau diese Plattformen wie auch dieses Forum sehr wichtig sind. Gerade, was den Verein angeht, ist natürlich noch viel Arbeit zu leisten. Ich hoffe, dass sich das jetzt baldmöglichst weiter aufbauen wird, gerade auch was die Information für Neulinge angeht.
Bisher hat sich die Arbeit bei uns, da wir ja noch nicht so lange existieren, hauptsächlich um die Organisation innerhalb des Vereins und natürlich unserer ersten Schau gedreht. Jetzt geht es darum mehr inhaltliche Arbeit zu leisten. Und genau da sehe ich auch die Chance für Neulinge, die als Mitglied im EHBBC auf jeden Fall gezielte Unterstützung bekommen, sei es durch die Beratung oder aber auch durch die Möglichkeit günstig an gute Zuchtfische und entsprechendes Equipment zu kommen oder einfach dadurch, dass man Kontakte zu anderen Züchtern aufbauen und pflegen kann. Wir haben uns ja zur Aufgabe gemacht gerade auch jüngeren Züchtern zu helfen. Somit ergänzen sich dieses Forum und der EHBBC wunderbar.
Hier im Forum wird jedem Neuling auf berechtigte Fragen (sicherlich nicht auf Spam) allgemein und in einer großen Bandbreite geholfen, gezieltere Kontakte kann man dann über den Verein oder auch auf einer unserer Ausstellungen aufbauen.
Ich bin jedenfalls nicht der Meinung, dass die Bettaszene abbaut, sie wandelt sich nur!
Wie einer meiner Vorredner schon sagte, sie schrumpft sich gesund. Jeder, der die Hochzucht nur betrieben hat, um damit Geld zu verdienen, wird genauso wieder aussteigen, wie derjenige, der nicht das nötige Durchhaltevermögen hat, um nach einem oder vielleicht auch erst zwei Jahren einen Erfolg bei seinen Nachzuchten zu haben. Und gerade diese Geduld ist extrem wichtig (der Unterschied zwischen züchten und vermehren). Meiner Meinung nach ist die Zeit der großen Importe vorbei, da wir hier in Deutschland, bzw. Europa inzwischen sehr gutes Genmaterial haben (siehe die Ausstellung in Kreuztal), welches wir nur gezielt züchten müssen. Hier ist es natürlich wichtig sich mit der Genetik auseinander zu setzen.
Und auch da sehe ich einen Vorteil im EHBBC, denn dort biete ich z.B. (wenn auch z.Zt. noch sehr selten) auch ab und zu meine Zuchttiere an. Denn es wäre schade, wenn diese, nur weil ich genügend Jungfische habe, ihre Gene nicht weitergeben würden. Ich glaube einen Import brauchen wir nur noch, um ab und an mal frisches Blut in die hier existierenden Linien zu bringen. Ein Ziel des EHBBC ist es z.B. auch, die von den Mitgliedern gezüchteten Formen und Farben zu katalogisieren (einschließlich der Abstammung), so dass man dort dann auf einen großen Genpool zugreifen kann, wenn man mal frisches Blut für eine Linie braucht.
Diese Wandlung spiegelt sich meiner Ansicht nach auch international wieder. Auch in Thailand ist es nicht mehr so einfach mit der Bettazucht Geld zu verdienen, daher auch das ständige Bemühen der Thailänder neue Farben zu züchten. Hier muss man schon fast darauf achten, dass „ältere Farben“ nicht ganz verschwinden.
Das auf Aquaparadise nicht mehr so viele Fische angeboten werden, liegt nach meiner Erfahrung daran, dass man viele Fische auf den Treffen, sei es in Mömbris oder auf den Ausstellungen an Interessierte verkaufen kann und damit das Transportrisiko minimiert, und dass viele Neulinge sich auch gleich per Mail oder PM an entsprechende Züchter wenden. Somit ist die Anzahl der über eine Auktion zu verkaufenden Fische gar nicht mehr so groß.

Mein Fazit ist also, dass die Szene sehr wohl weiterleben wird, auch wenn sich die Menschen, die sich mit diesem Hobby beschäftigen mal mehr oder mal weniger aktiv beteiligen. Jeder benötigt ab und an mal eine ruhigere Zeit, wo man sich mehr zurückzieht, weil andere Dinge wichtiger sind oder auch einfach nur, weil man Rückschläge in der Zucht hinnehmen muss, (was absolut normal ist) und daher nicht mehr ganz so motiviert ist. Aber jeder der wirklich mit dem Virus infiziert ist, wird weitermachen, dafür ist dieses Hobby einfach zu interessant.
Woran wir allerdings alle arbeiten sollten, ist, der Umgangston, der in der letzten Zeit leider oft gelitten hat. Wir sollten uns immer vor Augen halten, dass es sich hier um ein Hobby handelt, dass uns als Ausgleich für den Stress im Alltag dienen sollte. Deshalb müsste man einfach versuchen nicht alles so verkrampft zu sehen, sondern wieder locker und fröhlich mit einander umzugehen. Dazu gehört unter anderem eben auch, dass Streitereien, die eines sachlichen Hintergrundes entbehren nicht öffentlich in den Foren breitgetreten werden. Interessante Diskussionen um die Hochzucht sehe ich allerdings als wichtig und durchaus wünschenswert an, solange sie sachlich bleiben, auch wenn konträre Meinungen vertreten werden.
Ich jedenfalls bin immer noch da und werde auch weiterhin zu Anfängerfragen und natürlich auch anderen Themen posten, wenn ich die Zeit dazu habe und sehe, dass ich etwas wichtiges beizutragen habe.

Viele Grüße
Marion






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